Der Körper nach dem Tod

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Im Tierheim gestorben

Was ist eigentlich mit den toten Tieren passiert?

“Die wurden häufig sehr lieblos eingeschläfert (je nachdem wer da war) und dann kamen sie in die Gefriertruhe. Die stand gegenüber beim Friedhof in einer Garage. Dann hieß es zu den Zivis (meist männliche), dass die Tierverwertung käme. Die mussten rüber und die gefrorenen Tiere, die blank, also ohne Säcke da in der Truhe lagen, in spezielle Mülleimer tun und dann wurden die Tonnen abends vors Tierheim gestellt. Früh um 6 kam der Laster, um sie abzuholen. Wo der wohl hinfuhr? Wahrscheinlich war er von dieser Tierkörperbeseitigung?

Es gab ein paar makabere Leute: Manche haben dann noch die Pfoten gebrochen, damit das Tier besser reinpasst. “Reinquetschen musste man die! Das hat geknackt!” Manche spielten mit den tiefgefrorenen Tieren: “der Vogel pickt der Katze nun das Auge aus… ” und so ähnliche Spiele…”

Aaber so etwas habe ich auch schon von Schlachthöfen gehört. Ein seltsames Spiel mit den Toten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Loslassen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Tradition der Trauer in Irland

Die folgenden Gedanken fand ich im Buch Anam Cara – Das Buch der keltischen Weisheit von John O`Donohue.

Früher existierte in Irland (wie auch in anderen Ländern) die Tradition der Totenklage. Meist waren es Frauen, die sich im Haus des Toten einfanden und mit hohen langgezogenen Klagerufen das Haus durchzogen. Dabei wurde das Leben des Toten, so wie es in Erinnerung geblieben war, erzählt. Die Klage erlaubte es den Zurückgebliebenen, ihre Verlassenheit und den Kummer auszudrücken.

Immer noch gibt es in Irland die Tradition der Totenwache, damit der Tote die Nacht nicht alleine verbringen muss. Nicht nur Familienangehörige, sondern auch Freunde oder Nachbarn übernehmen diese Aufgabe. Die Seele hat dadurch in den ersten Stunden ihrer Verwandlung Gesellschaft.

Während ich das schreibe, denke ich über die vielen Tiere bzw auch Menschen in den Gefriertruhen nach, die gleich nach ihrem Tod ohne jede Gesellschaft in der Kälte verschwinden…

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Narkosen

Heute war ein Artikel in der Südeutschen Zeitung (SZ Nr. 5, 8./9. Januar 2010): “Operiert bei vollem Bewusstsein”

Jährlich werden bis zu 16000 Patienten in Deutschland während einer Vollnarkose wach.  Wie lange, das ist verschieden. Es gibt Patienten, die die ganze Op bei vollem Bewusstsein miterleben, sich dabei auch nicht bewegen bzw. mitteilen können. Jährlich 500 Menschen sind nach einer OP traumatisiert. “Kinder scheinen doppelt so häufit wie Erwachsene von wachen Phasen während der OP betroffen zu sein.” Medikamente verteilen sich schneller im Körper um.

Es gibt Wahrnehmungen während der OP, die anschließend eine traumatherapeutische Behandlung nötig machen. Martin Sack (TU München) und Schneider haben lt. SZ ein Buch über die unerwünschte intra operative Wachheit geschrieben (ich habe das Buch bei Amazon noch nicht gefunden, vielleicht kommt es noch raus). Die Wahrnehmungen können unterschwellig gemacht werden und können dann nach der OP Unruhe, Ängste und Schlafstörungen auslösen. Der Pat. weiß aber gar nicht, warum eigentlich, da die Wahrnehmung unterschwellig war. Es gibt auch Menschen, die sich noch sehr genau an Erlebnisse während der OP erinnern können und bei denen die Erinnerungen immer wieder aufsteigen. Besonders häufig werden während der OP Geräusche wahrgenommen. Von daher ist es auch wichtig, dass Ärzte während der OP keine Schlüsselwörter wie (Schmerz, schmerzfrei, unheilbar usw.) benutzen, weil diese unter Umständen wahrgenommen und abgespeichert werden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Eingefrorene Tiere

Das ist wirklich passiert: Eine Frau ließ ihren großen Hund einschläfern und wollte ihn auf keinen Fall mit nach Hause nehmen. So wurde er, wie üblich, von der Tierarztpraxis in der großen Tiefkühltruhe eingefroren. Andere Tiere folgten und wurden oben drauf gelegt. Es wird ja nicht täglich entleert… So, die Frau beschloss nach ein paar Tagen, dass sie ihren Hund nun doch selber beerdigen und sie ihn deswegen wieder holen wolle.
Jetzt wird es eklig. Der Hund lag ja unten… jetzt mussten erst die Tiere drüber wieder angetaut werden, um den Hund unten wieder rauszubekommen… Er wurde herausgeholt und der Frau übergeben. Allein beim Schreiben ziehe ich die Nase kraus, weil ich den Ekel davor verspüre – allein die Vorstellung dieser angetauten Tiere…

Doch woher kommt dieser Ekel eigentlich? Ich denke, ich habe ihn gelernt. Gelernt, Ekel vor dem toten Hund zu haben.
Bei ehrlicher Betrachtung ist es doch komisch, dass Menschen auf der anderen Seite die Eisschranktüre öffnen, um zum Beispiel ein gefrorenes Hühnchen herauszuholen. Das hat nicht einmal Fell, sieht ja eigentlich noch viel ekliger aus und stinkt auch ganz komisch nach Verwesung. Aber das wird mit Appetit rausgeholt, in den Backofen geschoben und sogar noch gegessen.

Komisch oder? – mal so, mal so. Und zugleich ziemlich eklig diese Gedanken. Ich könnte fast zum Vegetarier werden… ;-)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Sein und Nicht-Sein

Ich beziehe mich im Folgenden auf Tarab Tulku XI. “Einheit in der Dualität – Tendrel” aus dem Buch “Einheit in der Vielfalt. Moderne Wissenschaft und östliche Weisheit im Dialog”. Theseus Verlag 2005. Ich fand dieses Buch ausgesprochen interessant und es war auch wieder ein Baustein in meiner Auseinandersetzung mit dem Tod.

Im Universum scheint es eine Kreisbewegung zu geben: Energie wird zu Materie und irgendwann kehrt sich dieser Prozess dann wieder um. Ein fortlaufendes Entstehen und Vergehen in unserer Welt.
Das Leben entsteht irgendwann und entwickelt sich. Wir sind, solange wir leben und gehen wieder, wenn unser Körper sich zersetzt.

Jetzt lässt sich die betrachtete Zeitspanne jedoch auch verändern: Auf der zellulären Ebene finden diese Prozesse von Entstehen, Sein und Vergehen in jedem Sekundenbruchteil statt. Dies ist die Grundlage dafür, dass wir überhaupt entstehen, wachsen und auch wieder verrotten können.
Betrachtet man beide Zeitspannen, dann findet das Sein und Vergehen gleichzeitig statt und  das Entstehen ist vom Vergehen nicht mehr zu trennen.

Das Sein ist kein statischer Zustand, sondern eine stetige Bewegung dieser Kräfte. Durch das Entstehen und Vergehen wird jede individuelle Existenz zu einem Teil des fortlaufenden Flusses gemacht, der wiederum seine individuelle Identität konstituiert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar